Kommunikation mit Superlativen: Wie man sagt, dass etwas am schlimmsten ist

einstürzende Brücke wie in Minneapolis wahrscheinlich wegen Terroranschlag

Schwierigkeitsgrad: neunkommaacht

In Amerika ist eine Brücke eingestürzt. Und zwar die von einem großen Highway von der amerikanischen Großstadt Minneapolis rüber nach St. Paul. Das kam dann auch gleich überall in den Nachrichten; muß ganz schön Krach gegeben haben und Riesenkatastrophe, wie bei „Stirb Langsam 4.0“.

Aber so eine Art von Vergleich mit einem Hollywood-Film hinkt natürlich völlig und ist einfach mal nicht legitim. Da wir uns jetzt, bei dem ganzen Schlamassel, trotzdem nicht gleich was darunter vorstellen konnten – also wie schlimm´s denn jetzt wirklich ist – haben wir mal eine Zeitung zu Rate gezogen.

Tipp: Tageszeitungen wissen meistens ganz gut Bescheid, wenn mal wieder was passiert ist und da kann man Berichte über verschiedene Ereignisse in der Welt immer gut nachlesen.

In der Leipziger Volkszeitung vom 3. August wurden wir fündig und konnten unseren Wissensdurst stillen. Das möchten wir hier natürlich gleich an Euch weitergeben. Wir wollten ja schließlich wissen, wie schlimm es wirklich war! -Zum Glück zitiert die LVZ zum besseren Verständnis der Situation für ihre Leser einen Augenzeugen mit den Worten: „… Es war wie bei einem Terroranschlag!…“

Aha! – haben sich da Thorsten und Carsten gedacht. Also, nochmal: Wenn in Amerika eine Brücke einstürzt, mit dem ganzen Programm wie übereinandergestapelte Autos, flüchtende Schulkinder und so weiter, dann ist das wie? Genau: Das muß man sich vorstellen wie einen Terroranschlag.

Und deshalb unsere kleine Anleitung für Euch: Wenn mal wieder die Worte fehlen, wenn Euch ein Malheur passiert ist oder ihr von einer Katastrophe in fernen Ländern berichten wollt, solltet Ihr einfach sagen: „Das war wie ein Terroranschlag!“

Sojamilch übergekocht, Herd angelassen und die ganze Bude in Brand gesetzt? „Es war wie ein Terroranschlag!“

Sojus-Kapsel falsch programmiert, die ESA-Raumstation gestreift und die wiederum ist ungebremsterweise auf ganz Görlitz gefallen? „Es war wie ein Terroranschlag!“

Wahnvorstellungen gehabt, in Polen einmarschiert und sechs Jahre lang „Peng-Peng“ gemacht? „Es war wie ein -ziemlich langer- Terroranschlag!“

Ihr seht schon, „Terroranschlag“ geht immer, wenn Ihr mal wieder beschreiben müßt, wie schlimm eine schwere Katastrophe wirklich war und man sich jetzt nicht gleich was darunter vorstellen kann. Toll gemacht, LVZ, finden wir!

Wenn Euch noch mehr Desaster einfallen, die Ihr bisher nicht richtig beschreiben konntet: Wir haben ja auch eine Kommentarfunktion und freuen uns auf Eure Beispiele!

Bis bald.

6 Antworten auf „Kommunikation mit Superlativen: Wie man sagt, dass etwas am schlimmsten ist“

  1. Dieser Blog-Eintrag war gut.
    (Bemerkung: Originalkommentar bearbeitet, weil zu kritisch und unkreativ.)

  2. Und ZACK – Du wurdest von einem Blogstöckchen getroffen…aber dieses Stöckchen verfolgt einen guten Zweck. Die kleine schwarz-weiße Katze, die ganz vorne in meinem Blog zu sehen ist, sucht einen Namen. Naja, das ist ja noch kein guter Zweck, wirst Du jetzt denken…die kleine Katze steht aber nicht nur stellvertretend für die heimatlosen Katzen auf unseren Firmengelände. Sie steht aucht nicht nur stellvertretend für die 150 Katzen, die zurzeit in unserem Tierheim sitzen. Nein, sie steht stellvertrended für die tausende von Katzen, die jedes Jahr geboren werden, weil Leute ihre Katzen nicht kastrieren. Daher sind bei mir im Blog jetzt „Kastrationswochen“ (Männer, keine Angst 😉 ) Und an den „Wie man das macht“ Blog habe ich eine ganz besondere Bitte: Vielleicht kann man mal für Dummies erklären, wie man eine Katze kastrieren läßt…
    Liebe Grüße
    Die Eli

  3. Buuhhh Zensur!
    Das ist ja hier wie nach einem Terroranschlag!
    Keine freie Meinungsäußerung mehr möglich.

  4. Genau BUUUHH!
    Klinge hat einfach mal den Mut gehabt und ehrlich gesagt, was alle dachten! Ich empfehle Euch, den Originalkommentar wieder reinzustellen -sonst macht Ihr Euch überhaupt keine Freunde in der Blogosphäre -wenn man diesen Mist hier überhaupt als Blog bezeichnen kann..? Ziemlich uncool, den Leuten ihr Recht auf freie Meinung zu beschneiden.
    Ich find das hier sowieso nicht sonderlich witzig – die meisten Tips sind nahezu unbrauchbar.
    Und überhaupt – was soll denn das mit der ganzen, versteckten Google-Werbung? Glaubt Ihr, das sieht man nicht? Anstatt auf ein paar mickrige Google-Einnahmen zu hoffen, könntet Ihr nicht einfach arbeiten gehn so wie jeder anständige Mensch auch und uns mit Eurem Müll verschonen…?
    Das ist meine Meinung und ich kenn mich ziemlich gut aus, was Internet betrifft.

  5. hey anonym,

    erst wollte ich die sache persönlich nehmen, dann habe ich aber gemerkt, dass du es zeimlich clever verstanden hast, eine eigene anleitung zum thema „wie man das internet versteht“ gepostet hast. du schlawiner!

    ich habe, du bist hoffentlich nicht böse, noch einmal übersichtlich für alle deine anleitung in übersichtlichen punkten geordnet:

    1 internet begreifen heißt, zu wissen was alle (!) denken

    2 im internet denken immer alle das gleiche (siehe auch klinge, eine community, ein gedanke)

    3 im internet muss man die begriffe kennen: blogosphäre (so heißt das ding mit artikeln reinstellen, die dann anschließend kommentiert werden)

    4 internet heißt, auch mal ehrlich die meinung zu sagen („dieser mist hier!“)

    5 erkennen von versteckter werbung (wichtig, die ziehen einem sonst das geld aus der tasche)

    6 stimmt, google-einnahmen sind mickrig, glaubt ja nicht, dass ihr davon eure miete bezahlen könnt

    7 jeder anständige mensch geht arbeiten, aber wirklich jeder. die die nicht arbeiten gehen sind unanständig

    8 man muss sich ziemlich gut auskennen, was das internet betrifft

    9 bleibt lieber anonym

    also, nochmals danke. durch eine mitarbeit wie diese wächst und gedeiht die seite weiter.

    weiter so und lieben gruß

    dein torsten